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feministic

Freitag, 2. März 2007

Frauen und Technik - Prolog

Morgens halb zehn in einem Klassenzimmer: Nakry bereitet sich auf einen Gemeinschaftskundevortrag vor. Dieser ist heutzutage natürlich multimediagestützt.

Die erste Hürde, das Anschließen und Inbetriebnehmen des Beamers klappt, nachdem sie herausfand, welcher der drei identisch beschrifteten Schalter (Die o/I Kombination) nun tatsächlich das Gerät einschaltet.

Dann allerdings: Die Auflösung ist zu hoch für eine optimale Anzeige. Das verwirrt, da bei ihren Vorgängern 1024x768 kein Problem darstellte. Also 800x600 aus...ausge...ausgewäh...nicht ausgewählt. Der Regler lässt sich nicht verschieben. Schon werden Rufe wie "Frauen und Technik" oder "Die kriegt das echt nicht hin - *rofl*" laut. Endlich funktioniert es - durch einen entsprechenden Klick.

Heute fiel mir bei Benutzung des Notebooks auf, dass der Regler doch zu verschieben geht. Was war das nur? Die Rache des Zeus?

Sonntag, 28. Januar 2007

Aufschrei der Stummen - Sein wahres Gesicht

Minister nennt Frauen Gebärmaschinen
Aufschrei der Empörung unter Japanerinnen


Tokio - Einen Aufschrei der Empörung hat ein japanischer Politiker mit einem frauenfeindlichen Vergleich in der Heimat ausgelöst. Der 71-jährige Gesundheitsminister Hakuo Yanagisawa nannte Frauen Gebärmaschinen: "Die Zahl der Frauen zwischen 15 und 50 steht fest. (...) Da die Zahl der Maschinen zum Kinderkriegen (...) feststeht, fragen wir uns nur, ob sie ihr Bestes tun", zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den Minister von der regierenden LDP.

"Sein wahres Gesicht"


Yanagisawa gab sich anschließend offiziell zerknirscht über seine Entgleisung und entschuldigte sich für den "Maschinen"-Vergleich. Seine Äußerungen seien "zu grob" gewesen.

Die japanische Schriftstellerin Michiko Yoshinaga warf Yanagisawa zutiefst realitätsferne Ansichten vor. Er solle sich lieber um die Ursachen dafür kümmern, dass Japaner immer weniger Nachwuchs bekämen. Der Minister habe mit seinen Äußerungen "sein wahres Gesicht" gezeigt.

Japans Bevölkerungszahl schrumpft

Die Geburtenrate in Japan lag 2005 bei durchschnittlich 1,26 Kindern pro Frau und war damit niedriger als je zuvor. Bis 2013 wird sogar erwartet, dass der Durchschnitt bis auf 1,21 fallen wird. Nach wissenschaftlichen Studien dürfte die Zahl der Japaner von heute mehr als 127 Millionen auf unter 100 Millionen im Jahr 2046 sinken.

Die Regierung bemüht sich daher, Paare zu mehr Kindern zu ermutigen. Sie schlug im Juni die Verbesserung der Kinderbetreuung und die Umsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter vor. Außerdem sollen Unternehmen mit flexibleren Arbeitszeiten auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen. (joe/AFP/AP)


In Deutschland würde das (hoffentlich) zu einer Amtsniederlegung führen. Oder? Womit wir wieder beim Eva-Prinzip wären.


EDIT: Um einmal bei der Metapher zu bleiben - auch die Anzahl der Techniker und Fabriken ist begrenzt.

EDIT2: 71 Jahre! Ein wahrhaft biblisches(/Adenauerisches) Alter für einen Minister!

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Selbstverständlichkeit

Ein altes interview der Sängerin Nena mit der Weltwoche:
Linard Bardill, ein Schweizer, der unter anderem auch CDs für Kinder macht, hat einmal gesagt: Eine Frau, die nicht gebiert, ist wie jemand, der ein enormes Talent fürs Geigenspielen hat und nie eine Geige in die Hand nimmt.
Das sehe ich genauso. Wir Frauen sind dafür auf die Welt gekommen. Das ist, was wir am besten können.

Ich liebe Violinmusik. Es ist ein rares Talent, bestimmte Instrumente spielen zu können. Ich kann es zum Beispiel nicht. Aber theorethisch gebären. Wie über 3 Miliarden Anderer. Muss ich aber?Wenn man seinem Kind kein ordentliches (wie auch immer man das definieren mag - ein gewisses Quantum an ethischer intelligenz ist da nötig) Zuhause geben kann, solte es zum Beispiel lieber lassen.


Alice Schwarzer würde an die Decke gehen.
Das soll sie ruhig. Ich mag ja die Alice Schwarzer, das ist eine ganz intelligente Frau, und ich habe grossen Respekt vor ihr. Aber in meiner kleinen Welt habe ich in dieser Aufgabe der Frau nie ein Problem gesehen. Ich finde es überhaupt nichts Verwerfliches, wenn ich sage: Ich bin auch dazu da, Kinder auf die Welt zu stellen. Immer wenn mir Frauen begegnen, die keine Kinder haben, dann merke ich: Die sind irgendwie anders.

Auch. AUCH. Nicht NUR. Und auf die Welt bringen, schön und gut (Kinder sind ja ganz toll, aber wer weiß wie wahnsinnig anstrengend Erziehung und Hausarbeit ist - selbst wenn man alternativ angehaucht ist) aber drum kümmern könne sich auch die Männer - in unserer Leistungsorientierten Gesellschaft neige ich dazu zu sagen - hauptsächlich der, bei dem Gehaltsausfall nicht so schwer wiegen würde. Leider ist das oft die Frau.

Wie anders?
Ich weiss nicht, das spürt man irgendwie einfach. Ich zumindest irre mich in dieser Frage selten.

Vielleicht mehr gestresst? Weil ständig Druck auf ihnen lastet, dass sie sich "entscheiden müssen"?

Sie haben einmal gesagt, Sie würden Ihre Kinder nicht erziehen, sondern begleiten. Aber wenn man Kinder nur begleitet, machen sie, was sie wollen, und beginnen plötzlich, einen selber zu erziehen.
Das wäre ja schön, da könnten Sie etwas lernen. Aber ich glaube, es gibt kein Erziehungskonzept, das wirklich funktioniert. Es gibt nur die Menschen, die damit zu tun haben. Ich weiss ja auch nicht, wie’s geht, ich weiss nur: Ich werde meine Kinder nie von oben herab erziehen. Ich bin nicht die Mutter, die sagt: Hey, ihr müsst das genau so machen, wie ich es sage. Das ist nicht mein Weg.

Aber dafür gibts ein Lob.

Sonntag, 22. Oktober 2006

Reversed

Jemand hatte im Interregio eine zerknüllte Regionalzeitung liegen gelassen. Nichts spektakuläres. Das passiert jeden Tag, vorzugweise mit BILD-Zeitungen. Doch eine Überschrift auf der Frontseite ließ mich interessiert werden.
Wortlaut "Freie Presse":
"Gleichstellungsfrau im Rathaus darf ihr Amt nun antreten"
So weit so gut.
"Problem: Wegen Doppelfunktion als Frauenbeauftragte haben Männer keine Chance"
Selten so gelacht. Respektive den Kopf geschüttelt. Mitfahrer hätten den Eindruck bekommen können, ich litt unter Morbus Parkinson.
Aber zurück zum Thema:
"Zugleich machen wir... aufmerksam, dass die Vereinigung von Gleichstellungs- und Frauenbeauftragter gegen das Gleichbehandlungsgesetz verstößt."
Sparen ist überall nötig. Dass das - wie in diesem Fall - groteske Formen annimmt. Schiri, wir haben ein Eigentor geschossen!
So dermaßen das Ziel zu verfehlen zeugt von unglaublicher Ignoranz. GLEICHstellung. Wie effektiv ist es dann, ein Geschlecht auszuschließen, zu benachteiligen, wenn es darum geht, diese Nachteile abzubauen? Wie war das doch gleich mit dem Wasser und dem Wein? Und Alice lacht sich ins Fäustchen. Ausgetrickst. Leider klappt das nicht so einfach.
Wieder einmal werden die Männer ausgeschlossen, haben demnach keinen Plan von den eigentlichen konkreten Aufgaben ("Die ist auch Frauenbeauftragte? Na dann tangiert es UNS ja nicht...") und nehmen eine feindliche Haltung an. Und wir sind wieder da, wo wir vorher waren.
"Männer hätten damit...von vornherein keine Chance."
Komisch, nur. Zu einem männlichen Friseur (und warum, frage ich mich, assoziert man damit zuerst einen Schwulen? ) gehen die Frauen ja auch. Man könnte aber noch weiter gehen und fragen, wie viele männliche Bewerber es überhaupt für den Posten gegeben hätte. Das KindergärtnerInnen-syndrom schlägt zurück. Nur wird es keine Rückkehr von JediritterInnen geben.

Sonntag, 15. Oktober 2006

"Symbol der Frauenunterdrückung"

Prominente Deutsch-Türken fordern Kopftuch-Verzicht
Hamburg - Deutsch-türkische Politiker haben die muslimischen Frauen in Deutschland aufgefordert, als Zeichen ihrer Integrations-Bereitschaft das Kopftuch abzulegen. "Das Kopftuch ist ein Symbol der Frauenunterdrückung. Wer von Frauen verlangt, dass sie ihren Kopf und das Haar verhüllen, macht sie zu einem Sexualobjekt", sagte die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Ekin Deligöz, der "Bild am Sonntag". Sie appellierte: "Kommt im Heute an, kommt in Deutschland an. Ihr lebt hier, also legt das Kopftuch ab! Zeigt, dass Ihr die gleichen Bürger- und Menschenrechte habt wie die Männer!"

"Kopftuch ist diskriminierend"

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün kritisiert das Kopftuch als diskriminierend und fordert Gleichberechtigung für Musliminnen. "Es geht nicht an, dass der türkische Mann im modischen Anzug auf die Straße geht - und seine Frau neben ihm muss einen unscheinbaren, bodenlangen Mantel und ein Kopftuch tragen." Das Kopftuch sei nach Aussage moderner islamischer Theologen keine Vorschrift. "Es ist keine Sünde, ohne Kopftuch auf die Straße zu gehen." Das Signal der Gesellschaft an muslimische Frauen müsse sein: "Wir unterstützen Euch! Lasst Euch zu nichts zwingen!"

Als politisches Instrument missbraucht

Die deutsch-türkische Frauenrechtlerin Seyran Ates, Teilnehmerin der Islam-Konferenz der Bundesregierung, sagte dem Blatt: "Das Tragen von Kopftüchern verhindert das Aufeinanderzugehen und wird als politisches Instrument missbraucht. Aber ein Kopftuch darf kein Mittel sein, um eine politische Auseinandersetzung zu führen."

Zugehörigkeit zur Gesellschaft

Mehmet Daimagüler, Ehrenvorsitzender der Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung, sagte dem Blatt, es gehe bei dem Kopftuchstreit nicht nur "um ein Stück Stoff - es geht um die Frage der Zugehörigkeit oder der bewussten Abkehr von der Gesellschaft". Jede Frau solle sich überlegen, ob sie sich davon "bewusst abgrenzen möchte, wenn sie sich verschleiert oder Kopftuch trägt".

"Tragt doch selber mal Kopftuch"

Diese Frage müsse aber jede Frau für sich selbst entscheiden, das dürfe ihr kein Gesetzgeber abnehmen, betonte Daimagüler, der früher im FDP-Bundesvorstand war. Muslimischen Männern, die auf die Verhüllung der Frau bestehen, könne er nur raten: "Tragt doch selbst mal eine Woche lang Kopftuch oder Schleier und erfahrt, wie es sich damit lebt." (go/dpa/AFP)

Quelle AOL News

Donnerstag, 12. Oktober 2006

Potenzial

Moderne Romantische Liebe 1960 bis zur Gegenwart
Die sexuelle Revolution beseitigte den letzten Rest von Ungleichheit zwischen Mann und Frau, wenngleich heute verhängnisvollerweise wieder eine erneute Unterdrückung individueller Rechte in Form von Feministen- und Religionsbewegungen auftauch, die von neocheatenden Führern inspiriert werden, die nach unverdienten Werten und nach Macht trachten. Bis jetzt hat die Überzahl der Frauen, ihre neuen Freiheiten und Rechte noch nicht in vollem Umfang wahrgenommen, weshalb viele neocheatende Feministenführer bereits wieder darauf aus sind, unverdiente Gewinne durch Regierungsmacht und -zwang zu erlangen. Und diese Kraft wird erneut die Rechte aller Frauen (und Männer) verdrängen und unterdrücken.[ 32 ]

Individuelle Freiheit, die natürlicherweise aus Kapitalismus entspringt, machte moderne romantische Liebe und die Befreiung der Frauen möglich. Denn der kapitalistische freie Markt bewertet die individuelle Person eher nach ihrem objektiven Wert, als nach ihrem Geschlecht, ihrem Sozialstatus oder ihrer Rasse. Frauen können jetzt gänzlich unabhängig sein. Aber nachdem sie Freiheit zur Gleichheit gewonnen haben, fürchten viele Frauen, daß Freiheit zu riskant oder zu fordernd sein könnte, oder daß sie zu viel Unabhängigkeit oder Anstrengung erfordern könnte, oder daß sie die Möglichkeit zur Liebe kosten könnte. Solche Frauen kaufen Sicherheit" und Lieben um den Preis, ungleichberechtigt, unausgefüllt und unzufrieden zu bleiben.

Heute haben Männer und Frauen, im wesentlichen die gleichen Ausbildungschancen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Aber viele amerikanische Frauen haben neben ihrem Heim keinen Beruf, wodurch sie oft ihr menschliches Grundbedürfnis verleugnen, Kompetenz und Selbstgenügsamkeit zu entwickeln. Dieses Bedürfnis nach Kompetenz und Unabhängigkeit wird normalerweise dadurch befriedigt, daß man einer produktiven Arbeit oder einem herausfordernden Beruf nachgeht.


http://www.neo-tech.com/german-discovery/einflu72.html

Montag, 9. Oktober 2006

feminismus und Harry Potter

Feminismus in den Harry Potter Büchern (in English)

Dieses Editorial stammt nicht von mir. (Bin ich Alice Schwarzer, oder was? Nein, ich bin offensichtlich nicht die umstrittene Frontfrau der Emanziption.)
Es hat einige gute Punkte, die auch für nicht Harry Potter Fans** (und als Fan würde ich mich auch nicht bezeichnen, aber HP ist nunmal die einzige Kinderbuchserie* die ich je wirklich gelesen habe, und hat damit einen Touch Nostalgie für mich )interessant sein dürften. Nun beachtet die Editorialschreiberin aber nicht die Vergangenheit. Die reinblütigen (nun, kommt das uns bekannt vor?) Familien sind äußerst konservativ auf der einen Seite (Narcissa/Lucius Malfoy; die Slytherins) brachten aber starke, eigenwillige Frauen (Andromeda und Bellatrix Black, Ginny) hervor.
Dem im Kontrast steht die Muggelwelt der Neunziger, mit neugierigen, hausfraulichen Nachbarinnen (Petunia).
Wir haben als politische Figuren Umbridge (wie C.Rice, ich möchte aber nichts über den Charkter aussagen!), Bagnolt und Lufkin (die Ministerinnen), Amelia Bones und Mafalda Hopkirk.
Interessanterwiese (leider) wird nicht deutlich, dass Mrs Longbottom auch Aurorin war (obwohl es anzunehmen ist).
Vergessen wir auch nicht Tonks, role-model für Ginny (und auch hermine).
Dann wäre da noch Madam Pomfrey, die resolute Krankenschwester. Und natürlich McGonnagall, sehr gute Hexe und Stellvertreterin der Schulleiters (der offensichtlich nicht wegen seines Geschlechtes sonders wegen seiner Macht diesen Posten erreichte.).Wenn ich mich recht erinnere gab es auch schon weibliche Schulleiterinnen (laut den Porträts).
[Der Feminismus in Hp ist also eher eine Art DDR-Feminisus, a lá "die Frau/Hexe steht ihren sozialistischen/magischen Mann/Zauberer". ]

Die Filme sind deutlich sexistisch. Wir erinnern uns an Hermiones Kleid (und die Darstellung ihrer Figur im Allgemeinen). Auch ist Cho nicht die schüchterne Heulsuse.

* Erm, Kinderbuch? Kinderbücher involvieren (könnt ihr euch vorstellen, wie es mich ankotzt, dass mir bei der Kommunikation in Deutsch nur die englischen Begriffe auf Anhieb einfallen?) normalerweise Kaninchen und Fantasywelten, keine Truppen von Mördern und torture-curses.
**Denn Harry Potter ist unbestritten ein Bestseller und trägt so sicherlich zur Sozialistion der Kinder bei.

Samstag, 23. September 2006

Typen in Stereo

Anlässlich des erneuten "Geschlechter-Checks" von Herrn Jauch gibt es bei AOL einen Klischeetest. Nicht nötig zu erwähnen, dass alle abgefragten Stereotype als "richtig" deklariert werden.
Ich frage mich, warum solcher Differentialismus eigentlich so beliebt ist.Selbst wenn die Klischees wahr sein sollten, müssten sie anders formuliert werden (oh, Trivialisierung der Forschung):
Anstatt "Männer machen dies so, Frauen aber so..." hieße es
"Mehr als die Hälfte der Menschen mit männlichem Geschlecht haben diese Eigenschaften etc.": Alternativ auch: "Hat ein Person diese Eigenschaft, dann ist es wahrscheinlcih, dass sie eine Frau ist.
Schauen wir uns doch mal die vorgestellten - alle sehr Pease-like - Vorurteile an.
Das weibliche Gehirn ist auf das Verwenden von Sprache als wichtigstes Ausdrucksmittel programmiert und darin liegt eine seiner Stärken. Während ein Mann, der fünf bis sechs Dinge zu erledigen hat, sagen würde: "Ich muss noch ein paar Dinge erledigen! Wir sehen uns später!“, zählt eine Frau diese Dinge alle einzeln auf, möglichst schon in der Reihenfolge, in der sie sie abarbeiten wird. "Also erst muss ich zur Reinigung. Dann hole ich ... ach, übrigens, Peter hat angerufen, er erwartet deinen Rückruf: Dann fahre ich zu ...“ Diese Art der Tagesplanung ist einer der Gründe, warum Männer finden, dass Frauen zu viel reden!
Ich könnte das noch auf ein lapidares Bis später reduzieren.
Und ich würde mich doch sehr ärgern, wenn der/die Andere mir vorenthält, dass Peter mich mit seinem Besuch beehren will.

Sorry, Schatz, ich habe Kopfschmerzen." - "Schon wieder?" Das Sexzentrum des Gehirns (der Hypothalamus) ist bei einem Mann sehr viel größer als bei einer Frau. Der impulsive Geschlechtstrieb des Mannes hat seit Urzeiten einen klar definierten Grund: Er muss dafür sorgen, dass die Spezies Mensch nicht ausstirbt. Da wären wir also wieder bei den Jägern und Sammlern. Außerdem musste ein Mann damals seinen Samen so weit und so häufig wie möglich streuen – von Monogamie also keine Spur. Bei Frauen ist der Hypothalamus sehr viel kleiner und in ihrem Blut fließen nur geringe Mengen Testosteron, um ihn zu aktivieren. Aber ein paar liebe Worte wirken ja bekanntlich Wunder

das sind so die Momente, in denen ich mich frage, ob Männer nicht eigentlich schlechter dran sind. Auf Instinkte und Sex beschränkt...und übrigens, ist es da nicht ein Widerspruch, wenn Männer sich für das bessere Geschlecht halten sollten? Und denken wir daran, wie lange es hieß, Frauen seien wankemütig und lustgesteuert und jetzt sagt man das genaue Gegenteil?
So unterschiedlich, wie z.B. die Bildzeitung uns glauben machen wollte, dass Frauen einmal pro Woche an Sex denken, Männer aber jede Minute(wo bleibt da Zeit für angeblich besseres mathematisches und räumliches Denkvermögen?), ist das Sexualverhalten der Geschlechter dann nun auch wieder nicht.

Männer können nicht nur nicht gut zuhören, sie können im Allgemeinen nicht so gut hören wie Frauen und lassen sich vom "tropfenden Wasserhahn" deshalb nicht den Schlaf rauben. Klischees sind eben meistens nicht nur Klischees, sondern haben einen wahren Kern - in unserem Geschlechtertest sogar einen 100-prozentigen.
Wenn man alle proklamierten Unterschiede mit Biologie und Jäger-SammlerZeit begründet, sollte man schon aufpassen, sich nicht zu wiedersprechen. Müssten Männer ("Jäger") nicht ein besseres Gehör zum Aufspüren ihrer Beute/einer potenziellen Gefahr haben?!

Die Frage bei solchen "universellen Wahrheiten" ist, was biologisch, kulturell, historisch, Zufall, Wunschdenken, Manipulation oder schlichtweg Unsinn ist. Am gefährlichsten aber sind selbsterfüllende Prophezeihungen.

"Testauswerungen":
Wow! Sie haben sich nicht beirren lassen, obwohl Sie kaum glauben konnten, dass alle Klischees wahr sind. Sie wissen, was Frauen und Männer unterscheidet. Ihnen kann man nichts vormachen! Beeindruckend!
ODER:
Sie sind nur von sehr wenigen Klischees überzeugt, aber da sich die meisten landläufigen Vorurteile wissenschaftlich belegen lassen, können Sie Ihnen ruhig mehr Glauben schenken!
Allgemeine Verdummung? Ach, übrigens - umgekehrte Logik - warum gibt es dann noch Religion?

Samstag, 16. September 2006

Emanzipation ohne Feminismus?

Feminismus ist zum Hassbegriff avanciert. Die wenigsten Frauen sagen über sich, dass sie Feministinnen wären – und kaum Männer.
Letztendlich ist die Thematik in hauptsächlich einschlägiger Szene zu finden, häufig auch unter Lesben.
Alles, was „profaner“ als Extremfälle wie zum Beispiel Zwangheiraten, ist, wird nicht angesprochen. Natürlich wird die Gleichberechtigung vorangetrieben, weiterhin sorgt die Quotenregelung dafür, dass Frauen im Berufsleben zumindest quantitativ nicht so stark benachteiligt sind. Trotz schlechterer Bezahlung, unterschwelligem Sexismus, fortschreitender Sexualisierung, aufkeimendem religiösem Fanatismus, Ignoranz der Medizin und weiterer Benachteiligungen hält sich die Überzeugung hartnäckig, dass „doch alles erreicht ist“. Allerdings: Das Szenario, dass sich entwickeln wird, wenn die Gleichberechtigung universell würde, mag sich in einen Alptraum verwandeln. Dann nämlich, wenn Frauen auf der gleichen Hierarchiestufe im Patriarchat stehen wie die Männer (100% Emanzipation, dies ist indes abhängig von der Interpretationsweise), ohne dass ihre Belange thematisiert werden (Feminismus).
So geht das eine ohne andere nicht.

Freitag, 15. September 2006

Eva würde weinen

Das Eva-Prinzip. (Übrigens auch unter anderer Konnotation in der EDV vorhanden.)
Der Titel ist gut getroffen: Eva. Die ideale (bis auf einige kleine Fehler) Frau, unterwürfig, fruchtbar, arbeitssam, manngebunden.

"Fortpflanzung sei für Frauen zu einer reinen Option geworden und keine Selbstverständlichkeit mehr.
Und für wie viele Männer ist es selbstverständlich?

dem Mann als dem „starke(n) und beschützende(n) Part“ ein und erteilte der Emanzipation eine Absage.
...die dafür verantwortlich ist, dass sie überhaupt eine Alternative zu ihrer hochgelobten Familie hatte.

Statt eines „fremdbestimmten Anspruches an die Frau, es gefälligst den Männern gleichzutun“, forderte sie „das Recht auf die traditionelle Rolle als Frau und Mutter“.
Was wohl weitaus weniger fremdbestimmt wäre.

Anscheinend versucht Frau Herman, berufstätig, erfolgreich, etwas zu kompensieren. Das wird an ihren weiteren Buchtiteln deutlich.
"Aber Liebe ist es nicht. von Eva Herman
Vom Glück des Stillens. Körpernähe und Zärtlichkeit zwischen Mutter und Kind von Eva Herman
Mein Kind schläft durch. Der natürliche Weg zu ruhigen Nächten für Groß und Klein von Eva Herman "

Ich verabscheue Menschen, die Wein trinken und Wasser predigen.
Wenn für Fr. Herman die Familie das größte Gut darstellt, dann soll sie doch danach leben. Und nach ihren eigenen Grundsätzen(Auch sollten Frauen „öfter mal den Mund halten“. ) Auch mal die Klappe halten. Macht sich als Tagesschausprecherin aber wohl nicht gut.

Ich werde das Buch mal lesen(allerdings nicht kaufen).

Sollte ich keine Blogbeiträge mehr schreiben, habe ich mich entweder totgelacht oder muss mich um meinen Mann* und die fünf Kinder* kümmern.

*Nicht vorhanden.

Bemerkenswertes

Was auch immer geschieht, nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, zu trinken. Erich Kästner Augenblicklich - Fotos des Tages

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